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Der Begriff '''Lotse''' kommt ursprünglich aus der n (Binnenschifffahrt) beobachten die Radargeräte und beraten Schiffsführer über Funk.

Reviere

Durch Tiden und Lockersedimente ändern sich die Tiefenverhältnisse von Flüssen und Kanälen ständig. Wind, stetig wechselnde Strömungen, andere Ereignisse wie etwa Nebel sowie die übrigen Verkehrsteilnehmer beeinflussen die sichere Führung eines Schiffes zu jeder Zeit unterschiedlich. Da die Hauptaufgabe der Lotsen der Schutz von Menschen, Schiff und Umwelt sowie die Unterstützung einer effizienten Verkehrsführung auf den Wasserstraßen und in den Häfen ist, wird in vielen Gewässern der Welt die Unterstützung durch einen Lotsen auch vorgeschrieben ''(Lotsenannahmepflicht)''. Die hierfür fällige Gebühr richtet sich häufig nach der Tonnage des Schiffes.

Deutschland

In Deutschland gilt im Bereich der Ems, Jade, Unterweser und Unterelbe die Lotsenannahmepflicht seit 2003 insbesondere für Gefahrgut. Für weitere Reviere, wie in der westlichen Ostsee (insbesondere für die Kadetrinne), werden weitere Regelungen zur Lotsenpflicht international angestrebt.

In Deutschland gibt es ''See-'' und ''Hafenlotsen'', die sich in neun Lotsenbrüderschaften (Körperschaften öffentlichen Rechts) selbst organisieren und die Lotsendienste auf dem jeweiligen Revier für die internationale Seeschifffahrt rund um die Uhr sicherstellen. Diese Lotsen werden von der zuständigen staatlichen Behörde für das bestimmte Revier, für das sie ausgebildet wurden, nach erfolgreicher Prüfung zugelassen. Grundlage sind die See- bzw. Hafenlotsgesetze. Der Bund führt die Aufsicht über die Seelotsen an Elbe (242; Sitz Hamburg), Nord-Ostsee-Kanal?I (131; Sitz Brunsbüttel), Nord-Ostsee-Kanal?II / Kiel / Lübeck / Flensburg (146 Bezirk Kiel, 22 Bezirk Lübeck; Sitz Kiel), Weser?II / Jade (101; Sitz Bremerhaven), Weser?I (40; Sitz Bremen), Ems (33; Sitz Emden) und an den ostdeutschen Ostseehäfen Wismar, Rostock und Stralsund (31, Sitz Warnemünde). Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2007. Für den Hamburger Hafen (75 Lotsen) und Bremerhaven (30 Lotsen) gibt es dem jeweiligen Bundesland unterstehende Hafenlotsen (Zahlen von 2012 für Hamburg und 2013 für Bremerhaven).

Neben diesen See- und Hafenlotsen findet man den Begriff des Lotsen in der Seeschifffahrt noch für den ''Überseelotsen'' sowie in der Binnenschifffahrt für den sogenannten ''Hilfsschiffsführer''. Die Überseelotsen unterstützen den Kapitän eines Seeschiffes in der Navigation im freien Seeraum.

Die Lotsen in der Binnenschifffahrt übernehmen die Funktion eines Schiffsführers für eine begrenzte Zeit und Wegstrecke auf einer bestimmten Binnenwasserstraße (z.?B. früher die Rheinlotsen auf dem Mittelrhein). Lotsen in der Binnenschifffahrt kommen insbesondere auf den Wasserstraßen zum Einsatz, für die neben dem Schifferpatent ein Streckenzeugnis für den jeweiligen Flussabschnitt vorgeschrieben ist.

Im lokalen Sprachgebrauch findet man noch die Begriffe ''Böschlotsen'' oder ''Flusslotsen'' etwa für die Seelotsen auf der Strecke von Brunsbüttel bis Hamburg oder Bremerhaven bis Bremen.

Die Monopolkommission vertritt in ihrem 19.?Hauptgutachten die Auffassung, es bestünden Wettbewerbsdefizite im deutschen Seelotswesen. Die Verbindung aus Selbstverwaltung und Aufsicht des Bundes habe ein abgeschlossenes und relativ intransparentes System hervorgebracht, in dem Wettbewerb zugunsten scheinbarer Sicherheitsargumente ausgeschlossen werde. Unter anderem empfiehlt sie, die Organisationsform als Körperschaften des öffentlichen Rechts zu überdenken.

Metaphorischer Gebrauch

Im geflügelten Wort ?Der Lotse geht von Bord?, das auf die gleichnamige Karikatur zurückgeht, fand das Ende der Bismarckära seinen treffenden Ausdruck.

Siehe auch

Literatur

  • Detlef Zschoche: ''Das Bedienen von Manöverelementen durch den Lotsen''. In: ''Hansa.'' Heft 5/2009, Schiffahrts-Verlag Hansa, Hamburg 2009, , S.?83?89.
  • Michael Meyer: ''Ausbildung von Seelotsen neu geregelt · Verordnung in Kraft · Vorgaben wurden aktualisiert und präzisiert''. In: ''Täglicher Hafenbericht.'' 21.?März 2014, , S.?3.
  • Thomas Fröhling: ''Die Lotsen, Berater der Schiffsleitung''. Koehlers Verlagsgesellschaft. Hamburg 2013, ISBN 978-3-7822-1078-2.

Weblinks

Einzelnachweise